Kastrationsaktion PMI

Berichte zu den Kastrastionsaktionen: 2017, 2016, 2015, 2014 und 2013

Guten Tag Frau Knies,
hier der Bericht von der Kastrationsaktion Anfang Oktober in Sóller.

Zuerst möchte ich mich aber wie immer für Ihr Wohlwollen und Ihre Unterstützung bedanken. Sie sind immer bereit zu helfen, und dass Sie über all die Jahre Ihrer Tätigkeit, nicht völlig verzweifeln - nicht an den Tieren - sondern an den Menschen - bewundere ich sehr!

Wir hatten diesmal gute Bedingungen: Gutes Wetter, kein Sturm, wenig Regen.
Wir konnten 12 Tiere einfangen und kastrieren lassen. 1 Kater musste leider eingeschläfert werden. 1 Katze mussten wir unverrichteter Dinge wieder zurückbringen. ;((( Sie war einfach noch zu klein. 1 krankes, sehr junges Katzentier (wir nehmen an, dass sie an der Futterstelle ausgesetzt wurde) konnte ich an eine Tierschützerin übergeben. Das Tier hätte nicht überlebt, ohne Betreuung! - Danke Petra, danke Dr. Koopmans!!! ;))))



Wir konnten an vielen Futterstellen Tiere antreffen, die wir schon in den Jahren zuvor kastrieren ließen. Das ist erfreulich, und lässt mich hoffen, dass solche „Kleinaktionen“ Sinn machen. Allerdings haben wir so viele Katzen gesehen, die todkrank zu Futterstellen kommen und keiner kümmert sich darum. Es ist halt nicht damit getan Futter nachzufüllen. Es braucht mehr! Man muss sich die Zeit nehmen, um zu schauen, welche Katzen kommen, wandern manche Katzen ab, sind sie gesund, verletzt oder krank? Kommen Katzen dazu, die kastriert werden müssen?

Die kranke Katze, die eingeschläfert werden musste, hatte sich sicher schon über Wochen gequält. Dieses Wesen war wirklich in erbärmlichem Zustand und ich verstehe wirklich nicht, warum so ein krankes Tier wochenlang niemandem aufgefallen ist. Es ist unendlich traurig und beschämend, dass die Menschen so ignorant sind!

Meine liebe Freundin Ingrid, sie kümmern sich 365 Tage im Jahr um Futterstellen,
hat außerdem mit regelrechten Vandalenakten zu tun. Futterstellen werden zerstört, in Futterschüsseln wird uriniert!!! Was sind das für „Menschen“?

Ich finde es wirklich traurig und erschreckend, dass Mallorca im Tourismus Rekordumsätze macht.

Immer mehr Touristen kommen auf diese Insel, und immer noch liegt so viel beim Tierschutz im Argen. Wie kann es sein, dass , wenn man auf seiner Ferienfinca, oder auf dem Nachbargrundstück bemerkt, dass es Tiere gibt, die Hilfe brauchen und denen es nicht gut geht erstmal 2 Wochen in aller Ruhe seinen Urlaub verbringt und erst dann, wenn man wieder zuhause ist, mit Tierschutzorganisationen auf Mallorca Kontakt sucht?
Warum kommen diese Menschen nicht in die Gänge, solange sie noch auf der Insel sind?
Wenn man sich Urlaub auf einer Finca leisten kann, hat man genug Geld, meistens auch ein Auto und trotzdem übernehmen diese Menschen keine Verantwortung, und glauben dann auch noch sie tun ein gutes Werk, wenn sie Missstände melden. Das ist kein gutes Werk! Das ist ignorant, böse, dumm! Ich verstehe das nicht, und es macht mich ratlos und zornig. Was soll man da noch viel erklären?

Sie sehen, es beutelt mich immer wirklich her, wenn ich wieder zurück bin und jedes Mal bedeutet 1 Woche Mallorca für mich, wenig Schlaf, viele Tränen und sehr viele Kilometer. Das soll kein Jammern sein, ich suche mir das ja selber aus - keiner zwingt mich dazu. Es ist nur so, dass ich hier wohl nie Urlaub machen werde können.

Alles Liebe Ihnen und Ihrem Team und vor allem Ihren Schützlingen.

Petra Pongratz

Die Tierhilfe Mallorca e.V. unterstützt seit ihrem Bestehen private Tierfreunde mit Kastrationsgutscheinen, Futter und div. anderen Hilfestellungen.

Einfangen - kastrieren - zurückbringen
(Kastrationsaktion für freilebende Katzen)

„Aktiv-Urlaub“

Die Tierhilfe Mallorca e.V., bietet tierlieben Urlaubern an, sich aktiv am Tierschutzgeschehen auf Mallorca einzubringen. Zugrunde liegt der Gedanke, nicht nur Urlaub zu „konsumieren“, sondern in der Region, die man sich als Urlaubsziel herausgesucht hat, Verantwortung zu übernehmen und aktive Mitarbeit zu leisten.
Motto: Hinsehen - nicht wegsehen, helfen - aktiv werden.

Unsere Verantwortung als Tierfreund und Katzenliebhaber macht nicht bei den eigenen Haustieren halt, sondern sollte sich auch auf die freilebenden Katzenkolonien, die sich unkontrolliert auf Mallorca vermehren, beziehen. Wie wir alle wissen, werfen die weiblichen Katzen auf Mallorca bis zu 3 x im Jahr. Im Winter kommen bei schlechtem Wetter sehr viele Jungtiere um. Im Sommer verdursten und darben viele Tiere oder erliegen der enormen Hitze. Werden die Katzenpopulationen zu groß, belästigen sie Anwohner oder Hotels, greifen oft die Behörden rigoros durch. An vielen Hotelanlagen werden jedoch kleine Anzahlen Katzen als nützliche Helfer bei der „Ratten- und Mäusekontrolle“ geschätzt und akzeptiert. Es gilt deshalb, in den Zyklus der unkontrollierten Vermehrung einzugreifen. Nachhaltig können wir diesen Tieren nur durch die Kastration/Sterilisation zu einem langen Leben verhelfen.

Einmal operierte Tiere erholen sich sehr schnell und kommen mit viel weniger Futter aus. An diesem Projekt beteiligen sich bislang vier niedergelassene Tierarztpraxen. Fangkisten und eine ausführliche Anleitung geben unsere Mitarbeiter gerne aus. Kostenlose Gutscheine zur Übernahme der Tierarztkosten, fordern interessierte Tierfreunde bitte unter tierhilfe-mallorca@t-online.de an.

Wir freuen uns über jeden, der aktiv werden möchte, damit das große Problem der streunenden Katzen auf Mallorca gelöst werden kann.

Futterstation in Sóller/ 23. März 2015

Sóller hat eine Katzenstelle verbessert. Ist sehr schön geworden! Natürlich privat finanziert. Das Amt hat zumindest nichts dagegen. Ist ja schon was!
Liebe Grüße Petra Pongratz